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HAGEN® GmbH Planer und Architekten BDA

H5 Businesscenter

Erlangen · 2017–2021

Das H5 Businesscenter am Erlanger Röthelheimpark entwickelt die Konzeptidee von djb architekten (LPH 1/2) zu einem flexibel nutzbaren Büro- und Geschäftshaus weiter. Über einer Parkgarage entstehen drei Regelgeschosse und ein zurückgesetztes Penthouse. Zwei zentrale Erschließungskerne ermöglichen unterschiedlich große Nutzungseinheiten und eine langfristig anpassbare Flächenorganisation.

Ort
Erlangen – Allee am Röthelheimpark
Maßnahme
Neubau
Leistungsphasen (HOAI)
2-5
Status
Realisiert
Typologie
Büro & Verwaltung, Einzelhandel & Gastronomie
Jahr
Fläche (BGF)
10.500 m²
Brutto-Rauminhalt (BRI)
44.096 m³

Stand:

Prägend für das Gebäude ist die mehrschichtige Fassade. Vertikale Aluminiumtafeln wechseln sich mit raumhohen Verglasungen ab und bilden eine klare Primärstruktur. Davor liegt eine filigrane zweite Ebene aus horizontalen Bändern und Lisenen. Textile Elemente sind scheinbar frei in diese Struktur eingestellt und übernehmen zugleich Funktionen des Sonnen- und Sichtschutzes. Ihr warmer Farbton setzt gezielte Akzente innerhalb der reduzierten Materialpalette.

Ab dem ersten Obergeschoss öffnet sich der kompakte Baukörper zu einem innenliegenden Atrium, das Tageslicht tief in die Büroflächen führt. Begrünte Wände stärken die Aufenthaltsqualität und verbessern das Mikroklima. Sichtbare Betondecken und eine reduzierte Innenraumgestaltung unterstreichen den konstruktiven Charakter. Betonkernaktivierte Geschossdecken sowie geothermische Wärme- und Kälteversorgung ergänzen das energetische Konzept.

Mehrschichtige Fassade

Der klare Baukörper erhält durch seine mehrschichtige Fassade Tiefe und Rhythmus. Aluminiumtafeln und raumhohe Verglasungen bilden die Grundstruktur; vorgelagerte horizontale Bänder und textile Sonnenschutzelemente ergänzen sie um eine zweite Ebene und verleihen dem Gebäude sein charakteristisches Erscheinungsbild.

Architektur im Licht

Mit Einbruch der Dunkelheit verändert sich die Wirkung der Fassade. Eine gezielt auf die Architektur abgestimmte Beleuchtung von SIMES hebt die unterschiedlichen Materialebenen hervor und macht die räumliche Tiefe der Gebäudehülle ablesbar. Licht streift über die metallisch glänzenden Aluminiumflächen, zeichnet horizontale Bänder nach und setzt die farbigen Textilelemente in Kontrast zu den dunkleren Fassadenbereichen. Dabei wird die Beleuchtung selbst möglichst zurückhaltend integriert: Nicht die Leuchte, sondern das beleuchtete Bauteil steht im Vordergrund. Die Kombination aus Beton, Metall, Glas und Textil erhält dadurch auch nachts eine differenzierte Materialwirkung und verleiht dem langgestreckten Baukörper eine prägnante Präsenz im Stadtraum.

Flexible Arbeitswelten

Großzügige Verglasungen und das innenliegende Atrium bringen Tageslicht tief in die Büroflächen. Sichtbare Betondecken prägen den offenen, industriellen Charakter und bleiben als Teil des energetischen Konzepts wirksam. Die weitgehend stützenarmen Flächen ermöglichen unterschiedliche Büroformen und flexible Grundrissaufteilungen.

Grünes Atrium

Großflächige, aktiv bewässerte Grünwände prägen das innenliegende Atrium. Sie bilden einen natürlichen Gegenpol zu Glas, Metall und Sichtbeton, verbessern das Mikroklima und steigern die Aufenthaltsqualität. Eine integrierte Beleuchtung inszeniert die Vegetation auch bei geringerem Tageslichteinfall als lebendiges Gestaltungselement.

Orientierung bei Nacht

Die Außenbeleuchtung begleitet Eingänge, Wege und Gebäudekanten und unterstützt eine klare Orientierung rund um das Businesscenter. Zurückhaltend integrierte Leuchten verbinden funktionale Ausleuchtung mit architektonischer Inszenierung und lassen die charakteristische horizontale Gliederung des Gebäudes auch nachts ablesbar bleiben.

Vom Rohbau zur Dachlandschaft

Die Baudokumentation macht die konstruktive Entwicklung des Gebäudes sichtbar. Über dem kompakten Baukörper entsteht das zurückgesetzte Penthouse mit seinem weit auskragenden Dach. Dessen weich gerundete Kontur greift die abgerundeten Gebäudeecken auf und bildet einen bewusst freieren Abschluss der ansonsten streng gegliederten Architektur.

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