Büro und Geschäftshaus
Nürnberg · 2025
Mit dem Neubau an der Ostendstraße 130 wird eine bislang heterogene Situation entlang einer der wichtigen Nürnberger Ausfallstraßen zu einem klar gefassten städtischen Baustein weiterentwickelt. Ein viergeschossiger Kopfbau schließt den Blockrand zur Straße und bildet die sichtbare Adresse des Ensembles. Dahinter erstreckt sich ein großflächiger, aufgeständerter Baukörper für die Nahversorgung, unter dem Stellplätze, Anlieferung und weitere dienende Funktionen weitgehend gebündelt werden.
- Auftraggeber
- OST130
- Ort
- Nürnberg – Ostendstraße
- Maßnahme
- Neubau
- Verfahren
- Machbarkeitsstudie
- Leistungsphasen (HOAI)
- 1-2
- Status
- In Planung
- Typologie
- Industrie & Gewerbe, Büro & Verwaltung, Einzelhandel & Gastronomie
- Jahr
- Fläche (BGF)
- 11.462 m²
- Brutto-Rauminhalt (BRI)
- 46.700 m³
Stand:
Die Nutzungen sind vertikal differenziert organisiert: Im Erdgeschoss befinden sich neben Parken und Anlieferung unter anderem Flächen für Autovermietung und kleinere gewerbliche Nutzungen. Das erste Obergeschoss nimmt einen rund 2.100 m² großen Lebensmittelmarkt, eine Drogerie mit etwa 820 m² sowie Bäckerei und Café auf. Darüber sind Schulungs- und Managementbereiche vorgesehen. Die vertikale Stapelung ermöglicht eine hohe Nutzungsdichte auf dem innerstädtisch geprägten Grundstück und hält zugleich wesentliche Betriebsabläufe aus dem Straßenraum heraus.
Zur Ostendstraße erhält der Kopfbau eine helle, semitransparente Metallhaut über einer dunkel abgesetzten und weitgehend offenen Sockelzone. Der rückwärtige Gebäudeteil wird dagegen bewusst als begrünte Architektur entwickelt: Pflanztröge gliedern die Fassaden, während die große Dachfläche als modellierte Landschaft mit Bäumen, Stauden, Aufenthaltsbereichen und Bewegungsflächen ausgebildet wird. Ergänzt durch Retentionsflächen und Photovoltaik entsteht so über dem großmaßstäblichen Handelsbau eine nutzbare Grünfläche, die der versiegelten Grundfläche einen eigenständigen landschaftlichen Raum gegenüberstellt.
Adresse zur Ostendstraße
Der viergeschossige Kopfbau bildet die städtische Adresse des neuen Ensembles und schließt den Blockrand entlang der Ostendstraße. Über einer offenen, dunkel abgesetzten Erdgeschosszone werden die oberen Geschosse von einer semitransparenten Metallfassade zusammengefasst. Die feine Hülle filtert Ein- und Ausblicke und verleiht dem Baukörper trotz seiner unterschiedlichen Nutzungen eine ruhige, einheitliche Erscheinung.
Der langgestreckte Baukörper wird auf seiner rückwärtigen Seite als begrünte Architektur entwickelt. Vertikale Pflanzungen gliedern die Fassade und setzen sich auf der intensiv begrünten Dachfläche fort. Bäume, Stauden und modellierte Geländebereiche formen dort eine eigenständige Landschaft über dem großflächigen Einzelhandel.
Kompakte Organisation
Die unterschiedlichen Programme werden auf dem begrenzten Grundstück vertikal übereinander organisiert. Im Erdgeschoss liegen Parken, Autovermietung, Anlieferung und weitere dienende Funktionen; darüber befindet sich die großflächige Nahversorgung mit Lebensmittelmarkt, Drogerie sowie Bäckerei und Café. Schulungs- und Managementbereiche ergänzen das Programm in den oberen Ebenen des Kopfbaus. Die Stapelung schafft eine hohe Nutzungsdichte und ermöglicht zugleich eine weitgehende Trennung von Kundenverkehr, Logistik und interner Erschließung.
Dachlandschaft
Über der Nahversorgung entsteht eine intensiv begrünte Dachlandschaft mit modellierten Substrathöhen, Bäumen, Stauden und geschwungenen Wegen. Aufenthalts- und Bewegungsflächen, Retention und Photovoltaik werden in das Konzept integriert. So wird die große Dachfläche zu einem eigenständigen, nutzbaren Freiraum.
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