Zum Inhalt
HAGEN® GmbH Planer und Architekten BDA

Pflegeheim Scheinfeld

Scheinfeld · 2016

Der Entwurf für das Pflegeheim in Scheinfeld verbindet stationäre Pflege, Rehabilitation und therapeutische Angebote in einem kompakten, viergeschossigen Gebäude. Der L-förmige Baukörper reagiert auf den Grundstückszuschnitt zwischen Südring und Von-Franckenstein-Straße und fasst einen geschützten, begrünten Außenbereich. Haupteingang, Vorfahrt und Besucherstellplätze sind klar von den internen Betriebs- und Anlieferungsbereichen getrennt.

Ort
Scheinfeld
Maßnahme
Neubau
Verfahren
Bauvoranfrage
Leistungsphasen (HOAI)
1-2
Status
Nicht realisiert
Typologie
Wohnen
Jahr
Fläche (BGF)
8.600 m²
Brutto-Rauminhalt (BRI)
28.360 m³

Das Erdgeschoss bildet die öffentlichere und therapeutische Basis des Hauses. Neben Empfang, Verwaltung, Cafeteria und Speiseraum sind hier Räume für ambulante und stationäre Rehabilitation, Physio- und Ergotherapie, Ärzte und Sozialpädagogik angeordnet. Aufenthaltsbereiche und Terrassen schaffen direkte Übergänge in den Garten; ein geschützter Grünbereich ergänzt das räumliche Angebot für Bewohner mit besonderen Betreuungsbedürfnissen.

Die drei darüberliegenden Pflegegeschosse folgen einer klaren und gut orientierbaren Struktur. Je Regelgeschoss sind 31 Einzelzimmer vorgesehen, insgesamt entstehen damit 93 Pflegeplätze. Zentrale Pflegestützpunkte, Gemeinschaftsräume und Loggien unterbrechen die langen Erschließungsbereiche und schaffen Orte für Begegnung und Aufenthalt.

Im Mittelpunkt des Entwurfs steht der individuelle Wohnraum. Die Einzelzimmer verfügen über einen eigenen Vorraum und ein großzügiges barrierefreies Bad. Mit rund 17,3 m² Wohnfläche zuzüglich Vorraum und Bad erhalten die Bewohner einen klar gegliederten privaten Bereich, der Rückzug und selbstbestimmten Alltag ermöglicht.

Die Zimmer werden durch gemeinschaftlich nutzbare Bereiche ergänzt. Aufenthaltsräume, Loggien und zentrale Informations- und Pflegestützpunkte schaffen innerhalb der Wohngruppen unterschiedliche Grade von Privatheit und Gemeinschaft. Das Pflegeheim wird damit nicht allein als funktionale Einrichtung verstanden, sondern als Wohnort, dessen Architektur Orientierung, soziale Begegnung und individuelle Rückzugsmöglichkeiten gleichermaßen unterstützt.

Architektur & Materialität

Die Fassaden übersetzen die unterschiedlichen Bereiche des Hauses in eine klare, differenzierte Architektursprache. Helle, weitgehend geschlossene Flächen bilden einen ruhigen Rahmen, während die Bereiche der Bewohnerzimmer durch eine feinere Gliederung aus Fenstern und horizontalen beziehungsweise vertikalen Fassadenelementen geprägt werden.

Eine warme Holzbekleidung akzentuiert ausgewählte Gebäudeteile und verleiht insbesondere den Wohnbereichen einen eigenständigen Charakter. Großzügige Verglasungen und zurückgesetzte Loggien markieren Gemeinschaftsbereiche und Eingangszonen. Die Materialität vermittelt zwischen dem institutionellen Maßstab der Pflegeeinrichtung und einer wohnlichen, vertrauten Atmosphäre. Weiße Flächen, großzügige Verglasungen und warm wirkende Holzfassaden verbinden die funktionalen Anforderungen einer Pflegeeinrichtung mit dem Anspruch an einen eigenständigen Wohnort. Der zentrale Eingangsbereich wird zum räumlichen Mittelpunkt und schafft eine eindeutige Adresse.

Ein Haus zwischen Pflege und Wohnen

Der T-förmige Baukörper gliedert das umfangreiche Raumprogramm in eine klar lesbare Gesamtfigur und bildet zugleich einen geschützten Außenraum. Unterschiedlich behandelte Fassadenbereiche reduzieren den Maßstab des viergeschossigen Gebäudes und lassen Gemeinschafts-, Wohn- und Funktionsbereiche von außen ablesbar werden.

Weiße Flächen, großzügige Verglasungen und warm wirkende Holzfassaden verbinden die funktionalen Anforderungen einer Pflegeeinrichtung mit dem Anspruch an einen eigenständigen Wohnort. Der zentrale Eingangsbereich wird zum räumlichen Mittelpunkt und schafft eine eindeutige Adresse.

Erdgeschoss: Therapie, Begegnung und Öffentlichkeit

Das Erdgeschoss bündelt die gemeinschaftlichen und therapeutischen Nutzungen. Reha-, Therapie- und Behandlungsräume liegen neben Empfang, Cafeteria, Speiseraum und Verwaltung und schaffen eine lebendige, öffentlich geprägte Ebene.

Terrassen und Gartenzugänge erweitern die Bereiche ins Freie. Getrennte Besucher-, Therapie-, Wohn- und Betriebswege sorgen für klare Orientierung und reibungslose Abläufe.

Regelgeschosse: Überschaubare Wohnstrukturen

Die drei Pflegegeschosse folgen einem klaren, wiederkehrenden Prinzip. Je Ebene gruppieren sich 31 Einzelzimmer um zentrale Erschließungs- und Gemeinschaftsbereiche mit Pflegestützpunkt, Informationspunkt, Gemeinschaftsraum und Loggien.

Kurze Wege unterstützen effiziente Abläufe, während Aufenthaltsbereiche an den Gebäudeflügeln zusätzliche Orte der Begegnung schaffen. So verbinden sich funktionale Organisation und wohnliche Qualität.

Wohnlichkeit im großen Maßstab

Die Fassadengestaltung reagiert auf die repetitive Struktur der Pflegezimmer, ohne daraus eine monotone Gebäudehülle entstehen zu lassen. Zusammengefasste Fensterfelder, Holzbekleidungen und eingeschnittene Loggien strukturieren die langen Fassaden und geben dem Gebäude einen menschlicheren Maßstab.

Die warmen Fassadenbereiche markieren insbesondere die Wohnzonen, während helle Flächen und großzügigere Verglasungen die gemeinschaftlichen und funktionalen Gebäudeteile hervorheben. Aus dem Raumprogramm entsteht so ein differenziertes, dennoch ruhiges Erscheinungsbild.

Klare Schichtung der Funktionen

Der Schnitt macht die funktionale Organisation des Hauses unmittelbar ablesbar: Über dem teilweise abgesenkten Untergeschoss liegt die therapeutisch und gemeinschaftlich geprägte Erdgeschosszone; darüber stapeln sich drei weitgehend identisch organisierte Wohngeschosse.

Diese klare vertikale Ordnung vereinfacht Orientierung und Betriebsabläufe. Gleichzeitig werden die Pflegegeschosse durch Loggien, Gemeinschaftsräume und differenzierte Fassadenöffnungen räumlich aufgelockert und erhalten jeweils eigene Aufenthaltsqualitäten.

Fragen zu Leistungen, Büro oder Projekten? Kontakt

Weitere Projekte