Kundendienstcenter
Berlin · 2003–2005
Für Profectis entwickelte HAGEN ein neues Corporate-Design-Konzept für insgesamt 30 Kundendienstcenter, das technische Kompetenz, funktionale Serviceabläufe und eine zeitgemäße Markenidentität räumlich miteinander verbindet. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich Reparatur, Beratung und Kundenservice nicht nur effizient organisieren, sondern zugleich sichtbar und verständlich vermitteln lassen.
- Auftraggeber
- Profectis GmbH
- Ort
- Berlin
- Maßnahme
- Neubau
- Leistungsphasen (HOAI)
- 1-8
- Status
- Realisiert
- Typologie
- Industrie & Gewerbe, Einzelhandel & Gastronomie, Lichtplanung & Innendesign
- Jahr
Der Berliner Standort entstand im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Mendelsohnbaus. Neben der zentralen Annahmestelle für Berlin wurden Werkstätten, Zentrallager und Verwaltung in ein zusammenhängendes räumliches Konzept integriert. Transparenz bildet dabei ein wesentliches Entwurfsprinzip: Die Werkstatt wird als einsehbarer und teilweise zugänglicher Bereich verstanden, der technische Abläufe sichtbar macht und den Kunden unmittelbar in den Prüf- und Reparaturprozess einbezieht.
Die einzelnen Elemente des Innenausbaus – Beratungsstelen, Montageplätze, Regale und Präsentationsflächen – wurden als modular kombinierbare Bausteine entwickelt. Dadurch ließ sich das Gestaltungssystem auf unterschiedlich große Standorte übertragen und zugleich eine konsistente räumliche Identität schaffen. Form, Funktion, technische Ausstattung und Markenauftritt werden dabei nicht getrennt behandelt, sondern zu einem einheitlichen Gestaltungssystem verbunden.
Eine besondere Rolle übernimmt das gemeinsam mit Zumtobel Staff Deutschland entwickelte Lichtkonzept. In Berlin setzt sich die nächtliche Fassadenwirkung aus drei Lichtebenen zusammen: weißes Licht betont den Rhythmus der Pfeiler, violettes Licht akzentuiert die Schaufenster und orangefarbenes Licht hebt die Wandregale im Innenraum hervor. So wirkt das Innendesign über die großzügige Verglasung in den Stadtraum hinein und macht die Markenidentität auch außerhalb der Öffnungszeiten ablesbar.
Außenwirkung und Licht
Die großzügige Verglasung macht das Innendesign zum Teil der Fassade. Weißes Licht gliedert den Rhythmus der Pfeiler, während violette und orangefarbene Lichtakzente unterschiedliche Ebenen im Innenraum markieren. So entsteht eine eigenständige nächtliche Präsenz, bei der Architektur, Licht und Markenauftritt unmittelbar zusammenwirken.
Integration von Technologie
Technische Funktionen werden selbstverständlich in die Gestaltung integriert. Bildschirm, Bedienebene und Möblierung bilden eine gemeinsame Einheit, in der technische Ausstattung, Form und Nutzung präzise aufeinander abgestimmt sind.
Tresen und Branding
Der Empfangstresen wird zum zentralen Träger der Markenidentität. Form, Materialität, Farbgebung und integriertes Logo verbinden Orientierung und Wiedererkennbarkeit mit der funktionalen Aufgabe des Kundenempfangs.
Lichtkonzept
Das Lichtkonzept ist integraler Bestandteil der Innenarchitektur. Indirekte Beleuchtung, punktuelle Downlights und die prägnante Deckenfigur erfüllen funktionale Ausleuchtung und greifen Logo und Corporate Identity von Profectis auf.
Prototyp für 30 Standorte
Das für Profectis entwickelte Konzept war als übertragbares System für 30 Geschäftsstellen angelegt. Modulare Möbel, Beratungsstelen und Werkstattelemente lassen sich an unterschiedliche Flächengrößen anpassen, während Gestaltung, Licht und Branding eine einheitliche Identität über alle Standorte hinweg sichern.
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