Wohn- und Geschäftshaus Julius-Loßmann-Straße
Nürnberg · 2022–2027
Mit der Neubebauung des Quartiers zwischen Julius-Loßmann- und Johann-Krieger-Straße entsteht ein gemischt genutzter Stadtbaustein, der Wohnen, Einzelhandel und gewerbliche Nutzungen in einer zusammenhängenden Struktur vereint. Rund 90 Wohnungen unterschiedlicher Größe schaffen ein breites Angebot vom kompakten 1,5-Zimmer-Appartement bis zur 4-Zimmer-Familienwohnung. Ergänzt wird das Wohnprogramm durch einen neuen SB-Markt, eine eingeschossige Parkgarage sowie ein Café und weitere gewerbliche Nutzungen im Eckgebäude.
- Auftraggeber
- Wohnungsgenossenschaft Sigmund Schuckert eG
- Ort
- Nürnberg – Gartenstadt
- Maßnahme
- Neubau
- Leistungsphasen (HOAI)
- 1-4, 5 (Leitdetails)
- Status
- In Bau
- Typologie
- Industrie & Gewerbe, Wohnen, Einzelhandel & Gastronomie
- Jahr
- Fläche (BGF)
- 14.950 m²
- Brutto-Rauminhalt (BRI)
- 49.540 m³
Stand:
Die Anlage verbindet hohe bauliche Dichte mit differenzierten Wohn- und Freiraumqualitäten. Gemeinschaftlich nutzbare Innen- und Außenbereiche ergänzen die privaten Wohnflächen, sämtliche Ebenen sind von der Parkgarage bis in die Wohnungen barrierefrei erschlossen. Die differenzierten Gebäudehöhen und Fassadenabschnitte reagieren auf die unterschiedlichen Stadträume und gliedern das große Volumen in maßstäbliche Teilbereiche. Zur Straße entsteht eine klare städtebauliche Fassung, während geschützte Außenräume und Rücksprünge die Wohnnutzung räumlich ablesbar machen.
Auch das Energie- und Freiraumkonzept ist integraler Bestandteil des Entwurfs. Begrünte Retentionsdächer speichern Niederschlagswasser, verzögern dessen Abfluss und tragen durch Verdunstung zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Photovoltaik, erdverlegte Pufferspeicher und ein Blockheizkraftwerk bilden wesentliche Bestandteile des Energiekonzepts, während eine kontrollierte Wohnraumlüftung einen zeitgemäßen Wohnkomfort gewährleistet.
Städtebauliche Fassung und Fassadengliederung
Der Neubau fasst die Straßenräume entlang Julius-Loßmann-, Johann-Krieger- und Paumannsstraße zu einer klaren städtebaulichen Figur. Unterschiedliche Gebäudehöhen und fein abgestufte Fassadenabschnitte gliedern das große Volumen und vermitteln zwischen dem gewerblich geprägten Sockel, den darüberliegenden Wohnungen und dem Maßstab der Umgebung.
Vertikale Organisation
Einzelhandel und Parkierung bilden den großmaßstäblichen Sockel, darüber entwickeln sich die Wohngeschosse mit ihrer eigenen Erschließungsstruktur. Rücksprünge und differenzierte Gebäudehöhen reagieren auf die angrenzenden Stadträume und schaffen zugleich Übergänge zu den geschützteren Wohnbereichen.
Vielfältige Wohnformen auf klarer Grundstruktur Die Grundrisse verbinden unterschiedliche Wohnformen mit einer klar gegliederten Erschließungsstruktur. Kompakte 1,5-Zimmer-Appartements bis zu großzügigeren 4-Zimmer-Familienwohnungen begrüßen eine vielfältige Bewohnerstruktur. Im obersten Geschoss entstehen durch Rücksprünge und Dachterrassen stärker individualisierte Wohnsituationen. Gemeinschaftlich nutzbare Zonen ergänzen dabei die privaten Wohnflächen. Die Erschließung führt barrierefrei von der Parkgarage bis in die Wohnungen. Das Erdgeschoss nimmt den SB-Markt sowie weitere gewerbliche Nutzungen auf und erzeugt entsteht eine klare funktionale Schichtung aus öffentlich zugänglichem Sockel und darüberliegenden, stärker privaten Wohnbereichen.
Geschützte Außenräume
Zur Hof- und Straßenseite ergänzen zurückgesetzte Balkone die Wohnungen um private Außenräume. Ihre zurückgestetzte Lage verbessert Witterungs- und Sichtschutz und integriert die Freibereiche selbstverständlich in die Gebäudekubatur.
Plastische Fassadentiefe
Präzise gesetzte Öffnungen gliedern die großen Wandflächen, während vorspringende und zurückliegende Elemente ein differenziertes Spiel von Licht, Schatten und räumlicher Tiefe erzeugen.
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