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HAGEN® GmbH Planer und Architekten BDA

Light Industrial Gewerbepark

Hanau · 2020–2023

Auf dem knapp sieben Hektar großen Gelände des ehemaligen Holzwerks Rütgers in Hanau entstand ein Light-Industrial-Gewerbepark mit drei Hallengebäuden und insgesamt 33.600 m² Bruttogrundfläche. Die Planung verbindet die funktionalen Anforderungen moderner Gewerbe- und Logistikflächen mit einer klaren architektonischen Gesamtidee. Unterschiedliche Hallen- und Büroeinheiten lassen sich flexibel kombinieren und an wechselnde Nutzeranforderungen anpassen.

Auftraggeber
INBRIGHT Development GmbH
Ort
Hanau – Heideäcker
Maßnahme
Neubau
Leistungsphasen (HOAI)
1-4 (Generalplanung), 5 (Leitdetails)
Status
Realisiert
Typologie
Industrie & Gewerbe, Light Industrial & Logistik
Zertifizierung
DGNB Gold
Jahr
Fläche (BGF)
33.600 m²
Brutto-Rauminhalt (BRI)
360.000 m³

Stand:

Die Setzung der Baukörper nutzt das Grundstück trotz der durch die angrenzende Bundesstraße bestimmten Abstandsflächen effizient aus und ermöglicht zugleich eine weitgehende Umfahrbarkeit der Hallen. Ladebereiche, Büroflächen und Erschließung sind so organisiert, dass unterschiedlich große Mieteinheiten unabhängig voneinander funktionieren können.

Gestalterisch werden die großmaßstäblichen Baukörper durch eine reduzierte Materialpalette, präzise gesetzte Öffnungen und warme Akzente gegliedert. Holzfarbene Elemente bilden einen bewussten Kontrast zu den industriell geprägten Fassadenflächen und stellen einen Bezug zur Begrünung der Außenräume her. Alle drei Hallen wurden unter Nachhaltigkeitsaspekten geplant und sind mit DGNB-Gold zertifiziert.

Effiziente Grundstücksnutzung

Die Anordnung der drei Hallen maximiert die nutzbare Hallenfläche und reagiert zugleich auf die Abstandsflächen zur Bundesstraße. Die kompakte Setzung schafft klare Erschließungs- und Rangierbereiche; Halle B ergänzt das Ensemble als eigenständiger, funktional organisierter Baukörper.

Flexible Erschließung

Die weitgehende Umfahrbarkeit der Hallen ermöglicht eine flexible Teilung in unterschiedlich große Mieteinheiten. Zufahrten, Ladebereiche und Büroflächen können den jeweiligen Nutzungen direkt zugeordnet werden. In Halle A sind Büroflächen als Mezzanine über dem Ladebereich angeordnet und nutzen das Gebäudevolumen effizient. So lassen sich Hallen- und Verwaltungsbereiche eng miteinander verknüpfen, ohne die betrieblichen Abläufe zu beeinträchtigen. Die Erschließungsstruktur erlaubt unterschiedliche Mieterkonstellationen und unterstützt eine langfristig anpassungsfähige Nutzung des Gewerbeparks.

Warme Akzente

Warme Farbtöne und Holz-Elemente setzen gezielte Akzente in der industriell geprägten Architektur. Im Zusammenspiel mit der Begrünung entsteht ein zurückhaltender Kontrast, der die Fassaden gliedert und dem Ensemble Identität verleiht.

Tageslicht und Orientierung

Raumhohe Fenster bringen Tageslicht in die Hallen, schaffen Blickbeziehungen nach außen und erleichtern die Orientierung. Die gezielt gesetzten Öffnungen verbessern zugleich die räumliche Qualität der großmaßstäblichen Hallen.

Einheitliches Fassadenbild

Die Gebäudehülle folgt einer gemeinsamen architektonischen Sprache. Großflächige Isopaneele bilden die robuste industrielle Grundstruktur, während holzfarbene Elemente einen warmen Kontrast setzen und einzelne Bereiche differenzieren. Öffnungen und Fassadenakzente sind so angeordnet, dass trotz unterschiedlicher Nutzungen ein ruhiges, zusammenhängendes Erscheinungsbild entsteht. Die reduzierte Materialpalette stärkt die Lesbarkeit der Anlage als Ensemble und verbindet die drei Hallen visuell miteinander. Funktionale Anforderungen und gestalterische Ordnung werden dabei zu einer klaren, wirtschaftlichen Fassadenlösung zusammengeführt.

Flexible Flächen für unterschiedliche Nutzer

Die Planung schafft anpassungsfähige Gewerbeflächen für unterschiedliche Nutzerprofile. Hallen können in verschieden große Einheiten gegliedert und mit Büroflächen kombiniert werden. Die Renderings zeigen, wie aus dieser Grundstruktur eigenständige Mietbereiche mit klarer Adresse und funktionaler Zuordnung entstehen. Unterschiedliche Einheitsgrößen lassen sich innerhalb des übergeordneten architektonischen Systems abbilden, ohne dass der Zusammenhang des Gesamtprojekts verloren geht. So verbindet der Gewerbepark hohe funktionale Flexibilität mit einem konsistenten räumlichen und gestalterischen Rahmen.

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