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HAGEN® GmbH Planer und Architekten BDA

Erweiterung Büro, Lager und Produktionsflächen

Nürnberg · 2015–2017

Mit dem zweiten Bauabschnitt wurde der Produktionsstandort von SEMIKRON an der Sigmundstraße in Nürnberg zwischen 2015 und 2017 um zusätzliche Büro-, Lager- und Produktionsflächen erweitert. Die neue Bebauung ergänzt den ersten Bauabschnitt aus dem Jahr 2010 und entwickelt dessen architektonische Grundhaltung als zusammenhängendes Ensemble weiter. Zugleich reagiert die Erweiterung auf veränderte funktionale Anforderungen und das Wachstum des Standorts.

Auftraggeber
SEMIKRON International GmbH
Ort
Nürnberg – Sigmundstraße
Maßnahme
Erweiterung und Fassadenentwurf
Leistungsphasen (HOAI)
1-4, 8
Status
Realisiert
Typologie
Industrie & Gewerbe, Büro & Verwaltung, Light Industrial & Logistik
Jahr
Fläche (BGF)
11.540 m²

Stand:

Die unterschiedlichen Nutzungsbereiche für Verwaltung, Produktion und Logistik werden klar gegliedert und in einer gemeinsamen Gebäudestruktur zusammengeführt. Durch die Lage unmittelbar an der Südwesttangente besitzt das Ensemble eine hohe stadträumliche Präsenz und prägt die Wahrnehmung des Standorts aus der Bewegung heraus.

Der Neubau versteht sich damit nicht als eigenständiger Solitär, sondern als konsequente Fortschreibung der bereits vorhandenen Campusstruktur. Die architektonische Identität des ersten Bauabschnitts wird aufgenommen und für die neue Nutzung weiterentwickelt. So entsteht ein einheitlicher Produktionsstandort, der Bestand und Erweiterung funktional wie gestalterisch miteinander verbindet und zugleich eine klare Grundlage für die weitere Entwicklung des Areals schafft.

Weiterbauen und Neuinterpretieren

Der zweite Bauabschnitt nimmt die architektonische Sprache des ersten Bauabschnitts auf, ohne dessen Gestaltung zu kopieren. Bestehende Motive werden abstrahiert, weiterentwickelt und auf die Anforderungen der neuen Büro-, Lager- und Produktionsflächen übertragen. Der farbige Sockel bildet dabei ein verbindendes Element zwischen Bestand und Erweiterung. Portalartige Rahmungen, vertikale Lichtbänder und unterschiedliche Fassadenebenen greifen weitere charakteristische Elemente auf. Durch ihre veränderte Anordnung und Proportion entsteht eine eigenständige Interpretation, die den Neubau eindeutig seiner Entstehungszeit zuordnet und dennoch die gestalterische Kontinuität des Standorts wahrt.

Fernwirkung und Corporate Identity

Zur Südwesttangente erhält der Neubau eine bewusst prägnante Fassade. Kräftige Farbfelder und großformatige Rahmungen machen das Gebäude auch aus der Bewegung heraus deutlich wahrnehmbar. Die horizontale Gliederung folgt der Dynamik der Autobahn, während sich die gegenüberliegende Seite stärker zum Main-Donau-Kanal orientiert.

Tiefe durch Material und Relief

Metall, Glas und Putz werden nicht flächig nebeneinandergesetzt, sondern räumlich miteinander verzahnt. Vor- und Rücksprünge, gerahmte Glasfelder und vertikale Lichtbänder erzeugen eine reliefartige Fassadentiefe. Die unterschiedlichen Materialien reagieren auf Nutzung und Maßstab und verleihen den langen Hallen- und Bürofassaden eine feinere Gliederung.

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