Sterilisationsanlage, Labor und Warenumschlagplatz
Wächtersbach bei Frankfurt · 2021–2024
Mit dem Neubau von Werk 2 erweitert sfm medical devices seinen Produktionsstandort in Wächtersbach zwischen 2021 und 2024 um eine neue Sterilisationsanlage, Laborflächen und einen zentralen Warenumschlagplatz. Der mehrteilige Neubau ergänzt das bestehende Werk 1 und schafft die räumlichen Voraussetzungen für zusätzliche Sterilisationskapazitäten sowie eine effizientere Organisation von Produktion und Logistik.
- Auftraggeber
- sfm medical devices GmbH
- Ort
- Wächtersbach bei Frankfurt
- Maßnahme
- Neubau
- Leistungsphasen (HOAI)
- 1-8
- Status
- Realisiert
- Typologie
- Industrie & Gewerbe
- Energiestandard
- KfW-40
- Jahr
- Fläche (BGF)
- 4.627 m²
- Brutto-Rauminhalt (BRI)
- 30.690 m³
Stand:
Der eingeschossige Cross-Docking-Bereich bildet das verbindende Gelenk zwischen Bestand und neuer Industriehalle. Hier werden sterile und unsterile Warenströme getrennt geführt und Warenein- und -ausgang zentral gebündelt. Die mehrgeschossige Halle nimmt neben der Sterilisationsanlage auch Palettenlager, Labor-, Büro- und Technikbereiche auf. Die Planung berücksichtigt die hohen sicherheits- und genehmigungsrechtlichen Anforderungen des Betriebs ebenso wie eine spätere Erweiterung des Standorts nach Norden.
Mit einem Energieeffizienzstandard KfW-40 verbindet der Neubau komplexe technische Anforderungen mit einer klar gegliederten Industriearchitektur. Werk 2 stärkt damit langfristig die Produktions- und Logistikstrukturen von sfm am Standort Wächtersbach.
Funktion prägt den Baukörper
Die Gebäudestruktur folgt unmittelbar den betrieblichen Abläufen. Der eingeschossige Warenumschlagplatz verbindet Bestand und Neubau, während die mehrgeschossige Sterilisationshalle die technisch anspruchsvollen Prozessbereiche bündelt. Unterschiedliche Höhen und Baukörper machen Logistik, Produktion und Technik klar ablesbar.
Corporate Identity als Fassadenprinzip
Die Fassade übersetzt die Corporate Identity von sfm in eine ruhige, technisch geprägte Architektursprache. Helle Metallflächen, dunklere Sockelzonen und gezielt gesetzte blaue Akzente gliedern die großen Volumen. Das markante Firmenlogo an den Gebäudeecken stärkt die Wiedererkennbarkeit des neuen Werks am Verkehrsknotenpunkt.
Technik als integraler Bestandteil
Die technische Gebäudeausrüstung ist wesentlicher Bestandteil des Entwurfs. Sterilisationsprozess, Lüftung, Medienversorgung und Sicherheitstechnik erfordern eine hohe Installationsdichte und klar definierte Technikzonen. Die Planung integriert diese Systeme frühzeitig in Tragwerk und Gebäudestruktur und hält sie zugleich gut zugänglich.
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