SIG 220 Businesspark
Nürnberg · 2010–2011
Mit dem SIG 220 Businesspark wurde die Entwicklung des Gewerbeareals zwischen Sigmundstraße und Südwesttangente um einen neuen Logistik- und Bürobaustein ergänzt. Der Neubau verbindet eine großmaßstäbliche, funktional organisierte Logistikhalle mit einem vorgelagerten mehrgeschossigen Bürotrakt, der dem Ensemble eine klare Adresse verleiht.
- Auftraggeber
- SEMIKRON Elektronik GmbH & Co. KG
- Ort
- Nürnberg
- Maßnahme
- Neubau
- Leistungsphasen (HOAI)
- 1-8 (Generalplanung)
- Status
- Realisiert
- Typologie
- Industrie & Gewerbe, Büro & Verwaltung, Light Industrial & Logistik
- Jahr
- Fläche (BGF)
- 11.560 m²
- Brutto-Rauminhalt (BRI)
- 114.543 m³
Stand:
Die 10.50m hohe Halle basiert auf einem großzügigen Stützenraster und ermöglicht flexible Lager- und Logistikprozesse. Zur Südwesttangente erhält der Baukörper durch den transparenten Kopfbau und gezielte rote Akzente eine eigenständige Identität. Metall, Glas und Putz gliedern die unterschiedlichen Gebäudeteile und übersetzen die technischen Anforderungen des Industriebaus in eine prägnante Architektursprache.
Bereits beim ersten Bauabschnitt waren energetische Aspekte integraler Bestandteil des Konzepts: Eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem Hallendach sowie die Nutzung von Prozesswärme aus benachbarten Produktionsbereichen tragen zur Reduzierung des Primärenergiebedarfs und der betriebsbedingten CO₂-Emissionen bei. Der Neubau bildet damit die Grundlage für die weitere Entwicklung des Standorts und für eine über mehrere Bauabschnitte fortgeführte architektonische Identität.
Logistik- und Erweiterungskonzept
Die Logistikhalle bildet den funktionalen Kern des Neubaus. Mit einer lichten Höhe von 10,50 m und einem regelmäßigen Stützenraster von 12,00 × 7,00 m entstehen großzügige und flexibel nutzbare Lagerflächen mit effizienten Verkehrs- und Warenströmen. Der vorgelagerte Bürotrakt fasst Verwaltung und Arbeitsplätze kompakt zusammen und formuliert zugleich die repräsentative Adresse des Standorts. Halle und Kopfbau sind als klar ablesbare, aufeinander abgestimmte Gebäudeteile konzipiert. Bereits der erste Bauabschnitt wurde so angelegt, dass die Entwicklung des Areals langfristig fortgeführt werden konnte. Das architektonische und funktionale Grundprinzip bildete später die Basis für weitere Ergänzungen des Produktions- und Logistikstandorts, ohne dass der ursprüngliche Bau seine Eigenständigkeit verliert.
Fassadendesign
Die Fassade übersetzt die unterschiedlichen Funktionen von Halle und Büro in eine gemeinsame architektonische Sprache. Während die Logistikhalle durch großflächige Metallbekleidungen ruhig und präzise gefasst wird, erhält der vorgelagerte Bürotrakt eine stärkere horizontale Gliederung aus Glas, Metall und Putz. Rote Elemente greifen die Corporate Identity von SEMIKRON auf und setzen gezielte Akzente in der ansonsten zurückhaltenden Farbigkeit. Zur Südwesttangente und zum Main-Donau-Kanal wird der Kopfbau zum weithin sichtbaren Gesicht des Standorts. Die portalartige Rahmung und die farbigen Fassadenfelder verleihen dem großmaßstäblichen Industriegebäude einen klaren Maßstab und eine unverwechselbare Adresse.
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